Gemeinsam mit allen christlichen Konfessionen die gegenseitige Liebe bezeugen – das ist laut Maria Voce, Präsidentin der Fokolar-Bewegung, das Gebot der Stunde.

In der „Ottmaringer Erklärung“ ruft Maria Voce die Angehörigen der Fokolar-Bewegung in aller Welt auf, sich stärker für die Einheit der Christen einzusetzen. Die Erklärung sei „ein Weckruf“, so Voce. „Die Ökumene betrifft uns alle.“
Anlass der Erklärung ist die Klausurtagung des Generalrates der Fokolar-Bewegung im ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring bei Augsburg. Darin unterstreicht das Leitungs-Gremium, sich mit aller Macht für mehr Zusammenhalt unter den Christen einsetzen zu wollen. Weiterhin sagt es dem ökumenischen Netzwerk „Miteinander für Europa“ seine volle Unterstützung zu.
Erste Empfänger der Erklärung waren Stefan Kiefer (Bürgermeister der Stadt Augsburg) und die evangelische Stadtdekanin Susanne Kasch.
Resignation ist keine Lösung
Maria Voce, die Präsidentin der Fokolar-Bewegung, findet am Rande der Klausurtagung klare Worte. Die Ökumene müsse vorangehen. Resignation sei keine die Lösung. Es sei unsinnig, so Voce weiter, sich heute als gespaltene Christenheit zu präsentieren. Der Einfluss der Christen sei gering. Er werde noch geringer werden, „wenn wir nicht gemeinsam das Neue Gebot der gegenseitigen Liebe bezeugen.“
Voce lädt auch Menschen in Gesellschaft und Kirchen ein, ihr Engagement für die volle und sichtbare Einheit der Christen zu verstärken. Die Erklärung sandte sie an Vertreter verschiedener Kirchenführungen der unterschiedlichen Konfessionen – unter anderem an Munib Younan (Präsident des Lutherischen Weltbundes), an Olav Fykse Tveit (Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen), an Bartholomeos I. (Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel) und an Papst Franziskus (Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche).
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