Bildungsreise nach Wien mit dem Interkulturellen Frauentreff Hall in Tirol, Komm Ent Hall Integration und der Vize Bürgermeisterin.

Bericht von Hermine Schmölz.

Vor gut 20 Jahren haben einige Frauen im Tiroler Unterland das «Interkulturelle Frauenfrühstück Hall in Tirol (heute ‚Frauentreff’) ins Leben gerufen. Dabei geht es um ein Angebot an Frauen vor allem mit Migrationshintergrund, sich durch ungezwungene Begegnungen und Gespräche mit der neuen gesellschaftlichen Wirklichkeit, in der sie leben, vertraut zu machen und so einen Weg der Integration zu gehen.

Bild Hermine Schmölz

Die Initiative blieb nicht unbemerkt und die staatlichen Instanzen (Bürgermeister, Integrationsbeauftragte, usw.) sind darauf aufmerksam geworden, haben ihre Unterstützung und Wertschätzung ausgedrückt – auch durch Auszeichnungen und Ehrungen, darunter der Kurt Schubert-Preis 2024 für interreligiöse Verständigung.

Im Oktober 2025 hat die Vizebürgermeisterin von Hall vorgeschlagen, mit dem Leitungsteam und interessierten Frauen die österreichische Hauptstadt und das Parlament in Wien zu besuchen.

Eine Gruppe von 15 Haller Frauen ganz unterschiedlichen Alters, sozialer Herkunft, Staats- und Religionszugehörigkeit, mit der Vizebürgermeisterin, der Integrationsbeauftragten und einer Tiroler Landtagsabgeordneten starteten zu einer Entdeckungsreise in die Welt der Politik. Die interessante Führung durch das österreichische Parlament ermöglichte eine Reise durch die Geschichte der Frauenrechte, Pionierinnen der Gleichstellung kennenzulernen, Informationen zum Parlamentsbetrieb und Einblick in die politischen Abläufe in einer parlamentarischen Demokratie. Bei der anschließenden Kaffeepause im sozialdemokratischen Parlamentsclub ergab sich ein Dialog mit der erfahrenen Parlamentarierin Selma Yildirim, Tiroler Nationalratsabgeordnete.

Bild: Hermine Schmölz

Zu einem Wienbesuch gehört natürlich auch der Naschmarkt, ein traditionelles Wiener Beisl, Prater, Sezession, … alles Gelegenheiten, gemeinsam Neues – vielleicht bisher Fremdes – kennenzulernen, im Gespräch sich näher zu kommen, Frieden und Verständigung im kleinen und persönlichen zu fördern.

In Erinnerung bleibt nicht nur die spannende Geschichte der Demokratie aus weiblicher Sicht, sondern und vor allem die gemeinsamen Momente mit Frauen aus unterschiedlichen Generationen und Kulturen, die diese Reise so besonders wertvoll gemacht haben.

Datum: 11.02.2026
Kategorie: Allgemein, Österreich

Weitere interessante Artikel

Eine Reaktion auf 61 bewaffnete Konflikte weltweit: Die Verantwortlichen der Fokolar-Bewegung lancieren einen Friedensappell.

61 bewaffnete Konflikte weltweit – die Verantwortlichen der Fokolar-Bewegung weltweit haben bei ihrer jährlichen Versammlung zum gemeinsamen Engagement aufgerufen.

Jetzt lesen

Bei einem Kongress der Fokolar-Bewegung in Seggauberg bei Graz befasste sich der Kulturwissenschaftler Herbert Lauenroth von einem neuen Blickwinkel aus mit Dialog.

Jetzt lesen

Alt sind gefühlt meist die anderen, die älter sind als man selbst. Mit der steigenden Lebenserwar-tung nehmen freilich auch die Sorgen vor möglichen »Altersgebrechen« zu.

Jetzt lesen