Muslime aus der Schweiz trauern mit der Fokolar-Bewegung um Papst Franziskus.

Muslime aus der Schweiz kondolieren zum Tod von Papst Franziskus. Grafik: Andrea Fleming
Muslime aus der Schweiz kondolieren zum Tod von Papst Franziskus. Grafik: Andrea Fleming

„Mein Herz ist bei euch“, schreibt Wafa nach dem Tod von Papst Franziskus. Die Muslima aus der Schweiz gehört zu den Muslimen, die sich als „Geschwister der Fokolar-Bewegung“ fühlen und in herzlichen Beileidsbriefen nicht nur ihre Trauer zum Ausdruck bringen, sondern auch deutlich machen, wie wichtig es ihnen ist, gemeinsam die Botschaft von Papst Franziskus in Leben umzusetzen.

Ein Brückenbauer sei er gewesen, steht in den Briefen. So erinnert sich Emrah an eine persönliche Begegnung mit Papst Franziskus 2024 beim interreligiösen Treffen der Fokolar-Bewegung in Castelgandolfo: „Es war ein unvergesslicher Moment für mich, ihm die Hand zu schütteln und ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Ich habe ihn als einen liebevollen Menschen kennengelernt, der dem Dialog und dem Frieden stets offen gegenüberstand.“ 

Ramazan nennt den Papst „ein lebendiges Zeugnis der Nächstenliebe und des Friedens“. Und auch für Hasan war Papst Franziskus „ein leuchtendes Beispiel für Liebe, Frieden und Menschlichkeit, das weit über die Grenzen des Christentums hinaus strahlte“. Franziskus habe „uns alle näher zusammengebracht“. Das versteht Hasan als Auftrag, „seine Botschaft der Liebe und des Friedens“ weiterzutragen. Diese Botschaft, den Geist der Geschwisterlichkeit lebendig zu halten, sei „nun uns anvertraut“, schreibt Adem. Und Seyda nennt Papst Franziskus „für die gesamte Menschheit eine Quelle der Inspiration“.

„Möge sein Erbe der Liebe und des interreligiösen Dialogs weiterleben und uns alle daran erinnern, wie wertvoll das menschliche Miteinander ist. Möge dieser Moment ein Anlass sein, unsere gemeinsame Verantwortung für eine friedlichere und gerechtere Welt zu erneuern“, formuliert Imam Kaser Alassad von der Moschee Volketswil.

Datum: 21.04.2025
Kategorie: Schweiz

Weitere interessante Artikel

v.l.n.r.: Christian Müggler, Direktorin Marianne Ejdersten, Ursula Schmitt, Roberto Rossi, Martine Schneider. Foto: Ivars Kupcis / WCC

Was ein einfacher Besuch im Büro der Fokolar-Bewegung beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf sein sollte, wurde ein «High Level Event» mit Kontakten zur Direktorin für Kommunikation und dem Generalsekretär des ÖRK.

Jetzt lesen
Bruchgold als Symbol für das Oasenweekend; Foto: Noemi Deak

Am fünften Oasenweekend vom 15.-17. September trafen sich 15 Frauen zwischen 35 und 70 Jahren im bündnerischen Oberurmein zu einer wohltuenden Auszeit für Körper und Seele.

Jetzt lesen
Gesprächsrunde; Foto: Martin Roch

«Die Achtsamkeit» – zu diesem Thema trafen sich Mitte September rund 50 Muslime und Christen in Lausanne.

Jetzt lesen