Der Start
Chiara Lubich und ihre Freundinnen lasen in den Bunkern gemeinsam das Evangelium und entdeckten darin die Botschaft Gottes an sie selber.
Die Idee
Menschen auf der ganzen Welt setzen einen Monat lang gemeinsam eine Stelle aus der Bibel in ihr alltägliches Leben um. Über das, was sie dabei erleben, tauschen sie sich aus.
Die Entwicklung
Inzwischen wird das „Wort des Lebens“ in zahlreiche Sprachen übersetzt, auch Gruppierungen außerhalb der Fokolar-Bewegung schätzen diese Möglichkeit, das Evangelium in ihren Alltag zu integrieren.
Gott richtet sich direkt an uns
Bibellektüre war für Katholiken noch eher unüblich, als Chiara Lubich im Zweiten Weltkrieg die fundamentale Bedeutung des Evangeliums für ihr Leben erkannte. Im Luftschutzkeller, während der Bombenangriffe auf Lubichs Heimatstadt Trient, lasen sie und ihre Freundinnen die Frohe Botschaft und entdeckten dabei das Wort Gottes als „Wort des Lebens“, direkt an sie gerichtet.
Satz für Satz setzten die jungen Frauen die Botschaften des Evangeliums ins Leben um. „Gebt, und es wird euch gegeben“ (Lukas 6,38) zum Beispiel: Die Fokolarinnen luden die Ärmsten der Armen Trients zum Mittagessen ein, am Tisch saßen immer abwechselnd eine Fokolarin, ein Gast, eine Fokolarin, ein Gast. Dabei hatten die jungen Frauen selbst nicht viel – aber es reichte immer für alle dank der Großzügigkeit Gottes. Brauchten die jungen Frauen etwas, dann beteten sie darum – und erhielten gleich eine ganze Stiege Eier, kistenweise Äpfel oder auch Kleidung, die sie großzügig weitergaben.
Das verbindende Element
Die Gruppe um Chiara Lubich und die ersten Fokolarinnen breitete sich nach dem Krieg schnell über Trient hinaus aus. Verbindendes Element war von Anfang an das „Wort des Lebens“: Monat für Monat wählte Chiara Lubich einen Satz aus einem der Sonntags-Evangelien aus, schrieb einen Kommentar und regte dazu an, das Wort Gottes ins eigene Leben umzusetzen.
In immer mehr Sprachen wurde Chiara Lubichs Kommentar übersetzt, bis heute ist das „Wort des Lebens“ verbindendes Element des gemeinsamen Lebens der Mitglieder und Freunde der Fokolar-Bewegung. Nach Lubichs Tod hat ein internationales Team die Aufgabe übernommen, monatlich ein Schriftwort auszuwählen und zu kommentieren. An immer mehr Orten ist in der Zwischenzeit der Wunsch entstanden, das jeweilige Bibelzitat noch konkreter auf den jeweiligen kulturellen Kontext zu beziehen. Und so gibt es auch für Deutschland, Österreich und der Schweiz inzwischen ein Team, das seit Anfang 2026 das jeweilige „Wort des Lebens“ für den deutschsprachigen Raum kommentiert.
Das Wort des Lebens Archiv
In unserem Archiv finden sich alle bisherigen Wort des Lebens Beiträge.
