Das Forum „Politik und Geschwisterlichkeit“ lädt ein, sich mit Erinnerungskultur im Zusammenhang mit dem Holocaust zu beschäftigen.

„Die Shoah begann nicht mit Auschwitz. Sie begann mit Worten. Sie begann mit dem Schweigen und dem Wegschauen der Gesellschaft.“ (Eva Szepesi. die als Kind das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebte)

80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schwindet das Wissen um den Holocaust und die Shoah zusehends – vor allem bei der jüngeren Generation. Eine internationale Untersuchung der Jewish Claim Conference hat Folgendes herausgefunden:

Von den 18- bis 29-Jährigen in Deutschland haben

  • 12 % nichts vom Holocaust gehört
  • 18 % konnten keinen einzigen Namen eines KZs nennen
  • 40 % wissen nicht, dass 6 Millionen Menschen umgebracht wurden
  • 18 % meinen, es wären 2 Millionen oder weniger gewesen
  • viele denken, dass die Zahl übertrieben ist
  • 44 % meinen, dass Berichte darüber verzerrt sind
  • 2 % sagen, der Holocaust habe überhaupt nicht stattgefunden

Erinnerungskultur hilft dem Einzelnen und der Gesellschaft, mit ihrer Vergangenheit und ihrer Geschichte umzugehen. Beim Erinnernhelfen Erzählungen, Berichte, Traditionen oder Gedenkveranstaltungen. 80 Jahre nach dem Holocaust stellen wir fest, dass es kaum mehr Zeitzeugen gibt. Welche Wege können wir gehen, um die Erinnerung neu zu gestalten? Gibt es einen Zusammenhang zum neu entstanden Antisemitismus?

Diesen Fragen geht das Forum „Politik und Geschwisterlichkeit“ bei seinem Jahresempfang 2025 im Zentrum Frieden in Solingen, Alfred-Nobel-Str. 1, nach.

Die Antisemitismusbeauftragte Nordrhein-Westfalens Sylvia Löhrmann hält ein Referat unter dem Titel „Herausforderungen und Chancen in der Erinnerungskultur“, es gibt Blitzlichter von Engagements vor Ort wie dem Max-Leven-Zentrum, dem Zentrum für verfolgte Künste und der Partnerschaft mit Ness Ziona, und es besteht Gelegenheit zu Nachfragen und Gesprächen.

Veranstalter ist das Forum „Politik und Geschwisterlichkeit“ in Zusammenarbeit und mit Unterstützung von:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Bundesprogramm Demokratie leben! — Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit
Stadtdienst Integration
Katholisches Bildungswerk Wuppertal, Solingen, Remscheid
Fokolar-Bewegung


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