Margaret Karram, in Haifa (Israel) geborene katholische Palästinenserin und Präsidentin der Fokolar-Bewegung, setzt sich immer wieder für den Dialog zwischen Kulturen und Religionen ein. Der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 betrifft sie ganz persönlich.
„Es gibt keine Worte, um die unendliche Trauer auszudrücken, die ich in meinem Herzen für die Menschen in Israel und Palästina empfinde; für die Toten, die Verwundeten, die Geiseln, die Vermissten und ihre Familien, die der jüngste, schwere Ausbruch von Gewalt in meinem Land verursacht hat.
In tiefem Glauben schließe ich mich zusammen mit der gesamten Fokolar-Bewegung dem Appell von Papst Franziskus, dem des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, den Worten des Friedens der Führer der verschiedenen christlichen Kirchen und der Führer der Religionen an – vor allem in der Region von Israel und Palästina -, die dazu aufrufen, die Kämpfe einzustellen. Wir müssen einsehen, dass, wie Papst Franziskus beim heutigen Angelus sagte, „Terrorismus und Krieg zu keiner Lösung führen, sondern jeder Krieg eine Niederlage ist“.

Im Gebet zum Gott des Friedens und der Gerechtigkeit bin ich auch mit den Menschen in aller Welt vereint, die ihr Gebet, ihr Leid und ihr konkretes Tun anbieten, damit der Friede über Hass und Terror triumphieren kann. Mein Dank gilt insbesondere denjenigen, die mir aus Konfliktgebieten wie der Ukraine geschrieben haben und mir trotz der tragischen Situation, in der sie sich seit über einem Jahr befinden, ihre Verbundenheit zum Ausdruck gebracht haben.
Setzen wir uns für den Aufbau einer geschwisterlichen Welt ein und tun wir alles, was in unserer Macht steht, damit diese Völker und all diejenigen, die sich in gleichen Situationen der Instabilität und Gewalt befinden, auf den Weg der Achtung der Menschenrechte zurückfinden, wo Gerechtigkeit, Dialog und Versöhnung die unverzichtbaren Werkzeuge zum Aufbau des Friedens sind.“
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Die vergangenen Jahre haben unsere Vorstellung davon, was Frieden heißt und wie Wege zum Frieden aussehen, heftig durcheinandergebracht. Und jetzt?
Es braucht dringend eine „Geschwisterlichkeit, die echte Begegnung und Zusammenarbeit hervorbringt“, sagte Fokolar-Präsidentin Margaret Karram am 60. Jahrestag des Konzilsdokuments „Nostra Aetate“.